Receiving phone calls through a finger

Yesterday, I received my first phone call hearing the caller speaking to me out of my left ring finger. Instead of pressing my clumpy mobile phone onto my ear, I realized it’s far more comfortable to have my finger there. Since the microphone is attached to my wrist, (the posture of) my hand is actually quite similar looking to a telephone. We germans, we always used to call mobile phones “handy”, now this totally makes sense to me.

The ways and forms we use digital technology (especially information and communication technologies) today reminds me on early analogue tool use of human. In order to go hunting you would first have to spend a week with preparing your hunting tools and make everything ready to use. Well, I don’t need a week to type in and get a message sent but still, for me it’s just annoying how we interact with technology. I need to spend way too much of my ressources just for the interaction with current human-technology interfaces.

Thus, invisibility and transparent human use of technology was also the goal for my magnetic finger call project. Using my body to communicate independently from time and space sounds quite attracting to me. The technology itself gets into the background and is used as a vehicle to extend my human/cyborg abilities. My body is literally interwoven with other bodies – the voice of the caller directly stimulates my magnetic finger and speaks to me through my body, quite awesome!

 

 

Wikipedia im Kopf

In einem Interview habe ich davon gesprochen, dass es eine Wikipedia in Zukunft vielleicht nicht mehr nur am Bildschirm vor einem betrachtet werden kann, sondern dass Wissensinhalte auf ausgelagerten Servern als integraler Bestandteil mit menschlichen Gehirnen synchronisiert werden könnten.

Die Frage daraufhin:

Braucht es nicht kristalline Intelligenz für die “Wikipedia im Kopf”? Das ist sowieso meine große Frage betreffend dieser Wissensansammlung im Körper, die ja wertlos ist ohne unsere Fähigkeit sie mit unseren Erfahrungen zu verknüpfen.

Abgesehen davon, dass “Intelligenz” so mit als das schwammigste Konstrukt überhaupt in der ganzen Psychologie gilt, muss man die Fragestellung wohl auch zuerst ein wenig aufdröseln. Wenn wir also von einer Mensch-Maschine Verschmelzung im Sinne einer kollektiven Auslagerung von Wissensbeständen sprechen, so muss erstmal geklärt werden auf welcher Ebene das Ganze stattfinden könnte. Also wie sieht die Schnittstelle zur Integration aus – diese kann auf unterster Ebene elektro-neuronal sein (also direkte Anbindung ans Nervensystem und somit ans Gehirn), sie kann aber auch über extern tragbare Devices wie zum Beispiel über Google Glass ansatzweise realisiert werden (Thad Starner erklärt das hier ganz schön).

Ich will erstmal bei dem zweiten Fall, also den extern tragbaren Devices bleiben, da sich dies momentan schon ganz gut nachvollziehen lässt. Man könnte sich also folgendes Szenario vorstellen:

Man sitzt zusammen, diskutiert ein Thema und ein intelligentes wearable verfolgt den Redefluss und blendet Zusatzinformation an geeigneten Stellen visuell ins Sichtfeld ein. Das ist gar nicht so weit entfernt von dem was viele von uns heute auch schon machen, indem sie nebenher im Gespräch auf der Wikipedia nach etwas suchen und dies dann hinterher in die Diskussion miteinbringen – nur mit dem Unterschied, dass alles in Echtzeit (also während dem Sprechen) erscheint und sofort als “eigener” Inhalt mitverwendet werden kann.

Erfolgt diese Integration also so fließend, sodass man keine extra Unterbrechung zum Nachschauen machen muss, ist zwischen kollektiv und individuell, erfahrungsbasierten Wissensinhalten (genauer Faktenwissen) von außen nicht mehr zu unterscheiden.

Im Falle von Wikipedia sprechen wir ja auch eher von Faktenwissen und nicht so sehr von prozeduralem Wissen (also, Wissen welches unseren Handlungen und Prozessen zunutze kommt). Bei Faktenwissen ist dann auch keine zwangsweise Verknüpfung mit Erfahrungen nötig (was jedoch immer von Vorteil ist). Dieses Wissen könnte über entsprechende Algorithmen, die über Spracherkennung die Kontexte der Unterhaltung erkennen, punktuell Vorschläge machen und zu einer vertiefenden Diskussion beitragen.

Kristalline Intelligenz, also die Intelligenz, die auf unseren Erfahrungen im Leben beruht und nicht als fluide Intelligenz angeboren ist, entwickelt sich ja gerade durch die Interaktion mit unserer Umwelt. Ich würde daher argumentieren, dass ausgelagertes, kollektives Faktenwissen welches nahtlos in uns integriert wird und dadurch automatisch mit den jeweiligen Kontexten verknüpft wird, als Teil einer kristallinen Intelligenz angesehen werden kann. Sie ist dann eben nicht mehr individuell, sondern kollektiv erzeugt.